von Anni
•
6. November 2019
Runterra in Zirndorf (Nordbayern) ist der Hindernislauf mit den meisten Hindernissen in Deutschland, den muss man unbedingt mal gelaufen sein. Uns hat es super gefallen, wir sind auch schon für 2020 angemeldet. In 2019 waren es auf 9 km stolze 59 Hindernisse. Bei der Anmeldung kann man 9/18/27km, d.h. 1, 2 oder 3 Runden wählen und das alles für den gleichen Preis von 62 € (Early Bird Preis). In der Startgebühr ist bereits alles enthalten, also Finisher-Medaille mit eigener Gravur, Startnummer mit Name, Zeitmessung, Urkunde online, Garderobe, Parkplatz, Umkleiden mit Duschen, Finisher-Bier und wer sich ganz früh angemeldet hatte, bekam noch das Runterra-Kompressionsshirt gratis dazu. Die Vegan OCR Runners waren selbstverständlich am Start und als Team mit 6 Personen über verschiedene Distanzen angemeldet. Unsere Eliteläufer sind schon früh gestartet für die 27 km / 18 km und haben die 2 - 3 Runden erfolgreich gemeistert. Wir als Funläufer waren auf den 9 km angemeldet und erst gegen Mittag vor Ort. Besonders gut hat uns gefallen, dass die Startunterlagen vorab verschickt wurden und somit der Check-in wegfiel und man vor Ort nichts mehr extra bezahlen musste (außer Essen natürlich). Es waren ca. 3.000 Teilnehmer angemeldet, daher gab es drei Parkplätze, welche vorher mit Karte mitgeteilt wurden, diese waren einfach zu finden und der Fußweg war mit ca. 800 m kein Problem (es gibt aber direkt an der Veranstaltung ca. 40 Parkplätze für körperlich beeinträchtigte Personen). Am Start angekommen ist eine kleine Runterra-Village aufgebaut mit super Stimmung. Wir konnten unsere Sporttasche abgeben und direkt in den Startbereich, da wir bereits mit Startnummer von daheim ausgerüstet waren. Die Startblöcke mit je ca. 120 Läufern starten alle 30 Minuten und konnten bereits bei Anmeldung ausgewählt werden. Es war super Wetter mit Sonnenschein und sehr warm und daher das optimale Laufwetter mit Wasserhindernissen. Um 13:30 Uhr fiel unser Startschuss und am Start gab es eine Wand mit ca. 2,5 m Höhe. Jeder hat jedem geholfen und die Läufer haben es so alle über die Wand geschafft. Danach ging es in den Wald und gleich in den ersten Matsch einen Hügel rauf. Danach wurden Reifen geschleppt und danach durch mehrere Reifen durchgeklettert; über einige Sandberge und durch Tunnel verlief der Weg weiter zu einem wirklich steilen Waldstück, bei dem wir um unsere Profilschuhe froh waren. Wir sind unter Bauzäunen durchgekrabbelt, durch Schlammbäche hindurch über Hügel gelaufen und im Zick-Zack einige Waldstücke entlang, der Weg war wirklich abwechslungsreich. Als Nächstes haben wir Reifen gezogen und sind über drei Holzwände (mit dem Reifen) geklettert und dann ohne Reifen weiter durch Röhren und wieder bergauf und bergab weiter zum Seilklettern. Später haben wir erfahren, dass hier eine Verpflegungsstation gewesen wäre, aber wir haben diese übersehen, da sie etwas abseits war und nur Zuschauer u.a. auch Mütter mit Kinderwagen davor standen, sodass wir es nur als Essenstand für Zuschauer wahrgenommen haben und gar nicht angehalten haben. Jetzt kam das Hangelhindernis und die Stäbe waren in einem guten Abstand. Weiter wieder einige Höhenmeter mit bergauf und bergab sammeln liefen wir durch Reifen und durch große Reifen in einen Container und krabbelten mal ganz anders über einen alten Panzer, das hatten wir so auch noch nie. Eine Zeit später nach einer Steinwand, Holzbalken, Slagleinkrabbeln, Sandberg erklimmen, Schlammgruben durchqueren und weitere Hügel überwinden waren wir nach ca. 5 km wieder beim "Runterradorf" angekommen. Hier liefen wir über Rohre und Heuballen weiter in den Wald um dort als 35tes Hindernis eine Seilwand zu überwinden. Danach kam der Wald und die erste Flussüberquerung, trotz warmer Außentemperatur war dieser für uns eiskalt. Vom Fluss aus ging es matschig weiter unter Bauzäunen eine längere Strecke hindurch auf Knien und später auf dem Bauch, da der Abstand zum Boden geringer wurde. Nun waren wir auf einem großen Feld angekommen, auf dem mehrere Hindernisse zu sehen waren. Als erstes galt es einen Reifen in einen Stab zu werfen, dies gelang mir auf Anhieb, mein Laufpartner musste eine Strafrunde einlegen. Danach kam Sandsackschleppen, aber davor hat uns noch ein sehr netter Helfer/Streckenposten aus seiner Wasserflasche ein paar Schlucke trinken lassen, da wir durch den verpassten Verpflegungsstand bisher noch nichts getrunken hatten und etwas außer Puste kamen. Nach der kleinen Stärkung verlief der Weg wieder durch den Eisbach und danach haben wir eine 10 kg Kugel 10 mal über den Kopf und wieder auf den Boden gehoben, sind unter einen Bauzaun hindurch gekrabbelt und sind mit zwei Reifen an den Füßen 20 m gegangen. Auf dem riesigen Feld mit vielen Hindernissen und auch einigen Zuschauern ging es weiter über Heuballen wieder rein in einen eisigen Fluss eine Leiter hoch und beim Rausgehen aus dem eisigen Wasser eine Rampe mit Seil hoch. Nun kam ein Heuballenhindernis, es waren drei verpackte Heuballen übereinander gestapelt und endlich noch einen Trinkstand. Direkt danach kam eine Rutsche, Traktorreifen drehen, eine schräge Wand mit Seil hochklettern, 10 mal auf eine ca. 50 cm hohe Kiste hochspringen und eine gerade Wand mit Tritthilfe überklettern. Um nicht trocken zu werden, kam jetzt nochmal der Eisbach und anschließend ein paar Krabbelhindernisse u.a. Röhren, Bauzäune und ein Netz im Wald und durch ein paar Baumstämme. Der Endspurt ging durch einen Reifencontainer über ein Hangelhindernis mit Boulderhalterungen an einem waagerechten Balken noch eine Pipe hoch und unter Bauzäunen hindurch. Nach einem letzten Verpflegungsstand mit Engergy-Drink und Apfelstücken ging es endlich zum hohen Zielhindernis, an dem man oben einen Buzzer drücken konnte und im Ziel gab es die verdiente Finisher-Medaille. Nach dem Ziel gab es entweder ein Finisher-Bier wir haben aber den alternativen GUAMPA-Energy-Drink gewählt, welcher wirklich lecker schmeckt mit Stevia statt Zucker und auch vegan ist. Direkt am Ziel gab es auch noch eine Fotobox von Sportograf. Wir haben natürlich auch mehrere Sportograf-Fotografen beim Lauf gesehen und diese haben gute Fotos gemacht, etwas mühsam war es aber die Fotos rauszusuchen, da die automatische Zuordnung nicht gut funktionierte, weil die schwarze Startnummer auf lila Hintergrund nicht gut sichtbar ist. Events mit Sportograf haben immer den Vorteil, dass man für 20 € alle seine Fotos kaufen kann, das ist zu anderen Fotografen vergleichsweise billig. Wir fanden es sehr gut, dass die 59 Hindernissen gut verteilt waren und die Laufwege sehr angenehm zu laufen waren, meist Waldweg oder Sandweg, dadurch kam nie Langeweile auf. Nach dem Zieleinlauf konnte man noch seine Medaille mit drei individuellen Zeilen kostenlos gravieren lassen. Um den gröbsten Schlamm loszuwerden gab es im Außenbereich Wasserschläuche bei den Umkleiden. Ein wirklich abwechslungsreicher Lauf mit vielen tollen Hindernissen und einer super Strecke, wir sehen uns 2020 wieder!